Mohamed statt SaniFair – Deutsche wollen ihren “Ali” zurück

Scheinbar sind  mittlerweile genug Refugees aus Middle East über unsere Grenzen gekommen, dass sich Deutschland endlich Gedanken macht, was denn nun mit ihnen anzufangen sei. Europa will sie immer noch nicht und wann sie wieder gehen ist noch nicht abzusehen. Zu der Sicherheit, Kost und Logie die wir für die Hunderttausenden gewähren, womit eigentlich unser Job als Flüchtlingshelfer erledigt sein könnte, kommt immer dringlicher nun die Forderung nach allumfassender Integration der nicht nur sozio-kulturell sondern auch bildungsmäßig Fremden in eine säkulare westliche Informations- und Dienstleistungsgesellschaft hinzu. Wozu die arabische oder afghanische Gesellschaft aus eigener Kraft nicht in der Lage oder Willens war, sollen jetzt die Gastgeber im Schweinsgalopp richten.

Nun weiß man, dass die erfolgreiche Verwandlung der gestrandeten jungen Männer, welche bis zu 54% aus Analphabeten bestehen, in  sozialversicherte Arbeitnehmer nicht zur Regel werden wird, wo man schon im Handwerk mit Hauptschülern kaum etwas anzufangen weiß und man selbst für das heimische radebrechende und ebenfalls rudimentär ausgebildete Präkariat keine Verwendung hat. Davon hat der Arbeitsmarkt noch genug.

Dass nun eine unheilige Allianz aus Zahlenschubsern, FDP, Bänkern, Sachverständigen, Wirtschaftsweisen bis hin zu verwirrten Menschenfreunden ¹ ² ³ 4 einem erklären wollen, dass Kapitalismus auch ohne Arbeiterbewegung mit ihrer zivilisatorischen Errungenschaft des flächendeckenden Mindestlohns funktioniert (was er übrigens auch hervorragend ohne Menschenrechte und Demokratie tut) – danke, die Information ist schon bekannt. Nach deren Vorstellung sollen nun, für was sich die Inhaber der Deutschland-Card zu fein sind oder eine Automatisierung zu kompliziert ist, der Flüchtling ran – und das für weniger als 8,50 €. Welche Jobs dass dann auf diesem Lohnniveau sein werden kann man sich denken. Dann werden wieder neben dem Waschbecken der Restauranttoilette livrierte Herren das Handtuch reichen, dann wird einem auch in Deutschland die Einkaufstüte im Supermarkt gepackt. Deutschland hätte dann endlich wieder seinen Ali. Eine Vorstellug, bei der Kapitalisten und Salonkommunisten dieser Tage gleichermaßen das Höschen feucht wird.

Aber ob dieses Schicksal die Vorstellung eines Ankommenden von einem “besserem Leben” ist? So weit unten in der Hackordnung zu stehen, um nicht einmal gut genug für den Mindestlohn zu sein? Nicht Babo sein im dicken BMW sondern am Ende der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten ein Kloschüsselputzer?

Für mich sieht das nicht wie eine sinnvolle Sache aus, eher wie ein Zuchtprogramm für Angry Young Men. Es ist ja nicht so, als wäre der junge Mann völlig unanfällig gegenüber totalitären Versuchungen, wenn sich eine Frustration aus der Diskrepanz zwischen eigenem Wollen und eigenem Können einstellt. Wenn eben zu viel Luft in der Lunge für zu wenige Trompeten ist. Gerade im muslimischen Bereich gibt es genug Angebote, die genau dort ansetzen und im schlimmsten Fall in einem Blutbad bei einem Rockkonzert enden, im zweitschlimmsten Fall in einer Parallelgesellschaft, wo “der Führer von träumt”.

Wie eine künftige “Integrationsbemühung” aussehen könnte, wird schon mal im Grenzdurchgangslager Friedland ausprobiert. Auf den  Versuch der Anwerbung von Müllmännern reagierten bis jetzt sechs Personen.” Bei 3.500 Insassen im Lager. Interesse sieht anders aus.

 

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