Wo der Islam denn nun hin gehört

Manchmal ist es so, dass etwas Dummes gesagt wird, und allein dadurch, dass es gesagt wurde, werden die Leute, die es hören müssen, selbst dümmer. So ist es mit der Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland oder im Wechsel der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Seit diese Sprechblasen in der Welt sind, entblödet sich kaum einer, die Positionierung zu verweigern. Dass ausgerechnet Christian Wulf der wohl prominenteste Meinungsejakulator in dieser Farce gewesen ist, sollt den Leuten eigentlich zu denken geben.

Genauso gut könnte man fragen, ob der Döner zu Deutschland gehöre. Die Frage macht einfach keinen Sinn, denn egal ob der Döner nun dazu gehöre – er wird gegessen. Wichtig ist nur, um im Bild zu bleiben, dass er nur angeboten werden darf, wenn die Zubereitung den Vorgaben entspricht, die das Gesundheitsamt macht. Und dieses ist in unserem Fall eine westliche, auf- und abgeklärte Gesellschaft.

Glaubt soviel ihr wollt, aber gehorcht. (Friedrich II., leicht abgewandelt)

Doch die Versuche der öffentlichen und auch institutionellen Auf- bzw. Abwertung des Islam ist natürlich nicht ohne Absicht. Es geht den hier nicht um eine historische oder glaubenswissenschaftliche Einordnung. Ziel ist, für die einen, die daraus abzuleitenden Zugewinn an Privilegien, für die anderen die Verhängung von Einschränkungen.

Ich sage, wir lassen alles so, wie es ist. Je weniger sich der Staat in religiöse Angelegenheiten mischt desto besser. Da ist mir weniger lieber als mehr. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Religionen, seien es auch die christlichen Mehrheitsreligionen.

Sicher, keine Religion kommt ohne konkrete Handlungsanweisungen im Diesseits aus, die nicht im Widerspruch zu unserem gemeinsamen Regelwerk aus Individualismus, Emanzipation und Autoritätsskepsis stehen. Umso wichtiger ist es, jene Freaks, die es übertreiben, auf die Finger zu klopfen. Oder nach Möglichkeit das Angebot der Umsiedelung zu machen. Wer gerne in einem Land mit rigiden religiösen Vorschriften leben möchte hat insbesondere als Moslem die Qual der Wahl. Hier darf es keine falsch verstandene Toleranz geben. Auch der Hinweis, dass die Christen sich wegen ihrer teilweise gewalttätigen Geschichte an die eigene Nase fassen sollten zieht nicht. Im Namen des Islam wird derzeit einfach die größte Scheiße gebaut.

Doch wichtiger als die sich im Kreis drehende Diskussion, ob der Islam nun zu Deutschland gehöre oder nicht, ist die Frage des Ausmaßes der Einwanderung von Angehörigen der islamischen Zivilisation nach Europa. Wir können nicht so tun, als hätten wir die Erfahrung mit dieser Einwanderungsgruppe nicht. Auch wenn es für den Einzelfall nicht zwingend gelten muss, in der Gesamtheit haben die aus dem Einflussbereich des Islam stammenden Leute mit die meisten Schwierigkeiten, von dem Angebot, welches wir als westliche Gesellschaft machen, zu profitieren. Woran das letztlich liegt, an der Religion oder Kultur oder was auch immer ist völlig gleichgültig.

Wichtig ist nur, dass wir daraus unsere Schlüsse ziehen und steuernd eingreifen. Die Absicht der Ansiedlung huntertausender Araber, die als Flüchtlinge kommen und von manchen unseriösen Zeitgenossen als Lösung für unser Demografieproblem gehandelt werden, ist angesichts der offensichtlichen Integrationssituation geradezu absurd und fahrlässig.

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