Carolin Emcke ist leider auch keine große Hilfe

Gerade läuft auf Phoenix die Rede Carolin Emckes zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an dieselbe. Im Publikum ein grünes Gruselkabinett aus Jürgen Trittin, Göring-Eckart und die sich vor freudiger Erregung kaum auf dem Stühlchen halten könnende notorische Claudia Roth. Es wird gleich deutlich warum.

Der Zentralrat der Muslime steht natürlich auch auf der Gästeliste, wenn es um Frieden geht. Warum eigentlich. Aber das ist ein anderes Thema.

Fleißig und wortgewandt, mal in einen philosophischen, mal einen eher politischen Duktus fallend, spaltet Frau Emcke Europa mit ihren Worten in zwei. Einerseits in die Hassenden, welche von völkischen Demagogen angestiftet würden, und andererseits in die Guten und Gerechten, womit sie und ihr Publikum gemeint ist.

Danke, Frau Emcke, aber davon haben wir bereits genug zu hören. Die Herausforderung dieser Tage ist nicht, sich den Heiligenschein aufzusetzen und mit Maximalforderungen der christlichen Nächstenliebe allen Mitmenschen zu begegnen, die sich aus dem Wunsch in Europa ihr Leben fortzusetzen das Recht ableiten, dieses auch zu tun. Entgegen des Wunsches und der Gesetze jener Menschen, die “den Laden” schon eine ganze Weile eigenverantwortlich und im Großen und Ganzen ganz erfolgreich “schmeißen”. Ein bisschen muss sich die Welt außerhalb Europas auch mal um sich selbst kümmern. Und deswegen ist es nicht immer egal, welchen Pass einer hat. Zumindest nicht, wenn es um Einwanderung geht.

Leute Ihrer Denkrichtung machen es sich leider zu einfach und bilden mit Ihrer kompromisslosen Selbstverneinung das traurige Gegenstück zu den ebenfalls traurigen Wutbürgern und Cordhutsozialismus-Rassisten. Sie sind der Südpol der bipolaren Republik. Bravo!

Lassen Sie uns doch lieber versuchen, die Zumutungen der Realität auf unseren hohen moralischen Anspruch zukommen zu lassen und sehen, wo es *bumms* macht. Diesen Versuch auszuhalten fände ich eher friedenspreiswürdig als das Gesehene.

We make peace with our enemies, not our friends – Tyrion Lannister