#koelnhbf reloaded – Anschlustreffer für Deutschland

Als endlich Sylvester 2016/2017 am Hauptbahnhof in Köln der Anschlusstreffern der Polizei gelang, nachdem im Vorjahr pogromartige Zustände ausgehend von entgrenzten jungen Männern ganz überwiegend nordafrikanischer Herkunft den neuen Stand der Dinge bedeuteten, regt sich schon Tags drauf Widerspruch über die mit 1.700 Beamten erzwungene neue Souveränität auf der Domplatte.

Ungeachtet der Ereignisse im letzten Jahr kamen nicht nur einige sondern hunderte junge Männer maghrebinischer Provenienz zum Bahnhof, alkoholisiert, aggressiv, mit nichts Gutem im Sinn, als hätte es die Vorfälle im letzten Jahr gar nicht gegeben, als hätte das Entsetzen der Gastgeber nichts mit ihnen zu tun. Dass Schlimmeres schon im Keim erstickt wurde ist wahrscheinlich nur dem völlig aus dem Rahmen gefallenen Präsenz der Polizei zu verdanken sowie ihrem konsequenten Einsatz.

Doch das gefällt einigen nicht. Allen vorweg Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, sekundiert vom notorischen Christoph Lauer, twittert ihren Unmut über das aus dem Polizeijargon in die Öffentlichkeit gepurzelten “Nafri” sowie “alleine aufgrund ihres Aussehens überprüften und teilweise festgesetzten” Nordafrikaner. Das hässliche Wort von “racial profiling” macht die Runde. Aus “racial” wird “rassisch”, gar “rassistisch”. Sogar von einer Selektion an der Rampe wird gesprochen. Die ernste Besorgnis der Kommentatoren vermittelt den Eindruck, als wäre man in Deutschland wieder kurz davor, Züge mit Viehwaggons Richtung Osten fahren zu lassen.

Ein Polizeieinsatz nach dem Geschmack der Grünen und ihren Brüdern und Schwestern im Geiste hätte anders ausgesehen. Nicht nur, dass die Polizei nach dem Zufallsprinzip die Personenüberprüfung hätte durchführen müssen, sondern sie hätte “Ausländer” und alle die so aussehen prinzipiell ausnehmen sollen, um sie nicht “vorzuverurteilen” und um den Rechten nicht “in die Karten zu spielen”.

Ob Simone Peter diesen Stunt politisch überleben wird ist plötzlich und überraschend völlig unsicher. Obwohl das gedönsige Gemäkel an dem Vorgehen der Polizei inklusive Rassismusvorwurf eigentlich eine sichere Bank bei der Grünen Klientel ist, bekommt die Bundesvorsitzende nicht nur einen Shitstorm aus der allgemeinen Öffentlichkeit ins Gesicht, es hagelt sogar Kritik aus den eigenen Reihen. Nur zu verständlich, denn sie hat den giftgrünen Kern Grüner Argumentationstaktik, die moralische Erpressung, durch ihre unbedachte Verwendung lächerlich und bis auf Weiteres stumpf gemacht. Außerdem hat Simone Peter ihre Parteifreunde blamiert, welche jetzt erkennen müssen, dass sie aus lauter Geiz offenbar eine gedankenlose Phrasendrescherin zur Vorsitzenden gemacht haben.

Eine kleine Kritik habe ich dennoch am Polizeieinsatz. Es gibt eine hinreichende Exekutive und eine befriedigende Exekutive. Die Vermeidung der Eskalation war hinreichend und gut gemeint. Viel lieber hätte ich aber gesehen, dass man den Dingen vorerst seinen Lauf lässt, um dann, wenn es mit der Grapscherei und Klauerei losgeht, mit den 1.700 Polizisten kesselt und die Sache ein für alle Mal so bereinigt, wie es im folgenden Videoschnipsel den Nazis in Luxemburg ergangen ist und von mir aus immer wieder so ergehen soll.

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