Migrationsbeauftragte der SPD bärendienstlich unterwegs

In einem Interview auf Phoenix zu argumentieren, Islamisten und Verfassungsfeinde besser zu schonen, damit sie nicht Verschwörungstheorien entwickeln, ist schon eine intellektuelle Leistung, die man erst mal bringen muss. Bravo Migrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD)! Warum nennt die SPD den Posten nicht einfach Apologiebeauftragte?

Nicht nur, dass man bei Islamisten und bei großen Teilen der Orientalen ohnehin Eulen nach Athen trüge – die Verschwörungstheorie inklusive eigener Opferrolle wäre schon da. Auch frech darauf zu spekulieren, man käme damit durch, der Exekutive tendenziöses Verhalten vorzuwerfen, obwohl gute Gründe für ein Verbot der islamischen Herzenvergifter vorliegen und die Sache offensichtlich längs überfällig war. Özoguz hätte sich die vielen Worte sparen und den Innenminister gleich einen Nazi schimpfen können.

Den orientalischen Migranten, die es ehrlich mit dieser Gesellschaft meinen, hat sie damit einen Bärendienst erwiesen. Ein traurigeres Beispiel für jemanden, der sich trotz vollumfänglicher Integation inklusive SPD-Posten im Zweifel für eine unreflektierte Loyalität der eingenen Herkunftsklientel gegenüber entscheidet, selbst wenn man im Unrecht ist, anstatt für die kalte Autorität Rechtsstaat, die unser aller Wohl garantiert. Und das in einer Zeit, in der die SPD ein modernes Einwanderungsgesetz in den demokratischen Prozess einbringt. Eieiei…

Update: Frau Özuguz Widerruft noch am selben Tag der Veröffentlichung Ihre Aussagen und behauptet das Gegenteil. Wie unbedacht und reflexhaft müssen ihre Aussagen gewesen sein, dass sie so leichtfertig klein bei gibt? Und wie oft mag sie mit dieser Masche, nämlich der Unterstellung von ausländerfeindlichem Motiven, auf schuldbewusste Ohren getroffen sein?

 

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Fußball-SA schießt Eigentor

Wie jeder weiß wohnt in der Demokratie leider der Geburtsfehler inne, gesellschaftliche Strömungen schützen zu wollen, die, wenn sie das Sagen hätten, weit weniger liberal mit denen umspringen würden, die das eigene Emporkommen ermöglichten. Nazis seit jeher und Vertreter des politischen Islams sind derzeit besonders prominente Beispiele dafür. Daher löste bei mir die Ankündigung, dass “Pro NRW” mit Hooligans im Oktober 2014 den Schulterschluss vollziehen und gemeinsam gegen sog. Salafisten agieren wollte, lediglich Achselzucken aus. Nützlicher könnten sich beide Gruppen gar nicht machen, als sich, salopp formuliert, gegensitig auf die Fresse zu geben.

Was dann aber in Köln folgte, nämlich eine rechte Demonstration, war, was man so liest, eine herbe Enttäuschung. Zum Showdown mit irgendwelchen “Salafisten” kam es wohl nicht. Stattdessen wurde gesoffen, gepöbelt, sich mit Polizisten geprügelt und eine Wanne umgeschmissen. Dabei mindestens 13 verletzte Polizisten. Hurra! Dass “Pro NRW” nun Mühe hat, den Geist den sie rief, wieder zurück in die Flasche zu bekommen, glaube ich gerne.

Während Islamisten hierzulande schlau im Verborgenen rühren, um ihre Ziele zu verfolgen, entpuppt sich die rechte Querfront als plumpes One-Trick-Pony. Anstatt etwas, was auch immer, gegen die “Salafisten” zu erreichen, können die Hooligans nur das, was sie eh schon immer am besten konnten: raufen, saufen, maulaufreißen. Und das besonders gern vor Publikum und besonders gut gegen die bemitleidenswerte weil pflichtanwesende Rennleitung. Was das bringen soll, auch wenn in der Presse schon hilf- wie ideenlos ein Propagandaerfolg herbeigeredet wurde, soll mir mal einer erklären.

Es bestätigt sich nun, was man eh schon wusste: Nazis sind dumm. Was für ein Glück für die “Salafisten”.